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Zu Besuch im SoLa des Cevi Wil

Bild des Benutzers Gonzo
Gespeichert von Gonzo am Sonntag, 5. Juli 2015 — 04:13

Es ist jetzt 3:58, es hat wieder etwas aufgeklart so, dass ich mein Nachtlager unter einem Biwack-2er-First wieder mit dem freien Himmelszelt getauscht habe. Mein Ladestick, eines dieser Werbegeschenke, hat mein Smartphone von einem leeren Akku wieder auf über 90 % geladen. (Auf solcherlei Gadgets musste ich vor 3 Jahren noch verzichten; da hielt der Akku meines Sony Ericsson w810i aber auch noch knapp eine Woche.) In unmittelbarer Nähe vernehme ich das in jedem Lager obligate Schnarchen; irgendjemand ist es immer.

Ich bin zu Besuch im SoLa 2015 des Cevi Wil, unterwegs mit Ronja Räubertochter und ihrer Bande. Am Nachmittag in brühender Sommerhitze kam ich am Lagerplatz an, gerade Richtig um noch in den Geschmack des ersten Geländespiels des Tages zu kommen. Zwei verfeindete Räuberbanden umschleichen den je anderen Unterschlupf und versuchen ein Seil zu stehlen. (Wofür brauchen die eigentlich zwei Seile?). Das Seil wird in einem abgesteckten Bereich natürlich vorsorglich möglichst kompliziert um alle Bäume und noch das letzte Gestrüpp geschlungen, damit das entwirren umso länger dauert.

An diesem Punkt meines Berichtes lässt mich ein nahes Geräusch innehalten: Ein Grasfrosch tastet sich an mich heran. Den kleinen Freund gibt es bei den Fotos zu sehen. (Ich musste kurz Googeln, ob der Blitz meiner Kamera das Tier vielleicht nachhaltig irritieren könnte: tut er nicht.) Der Frosch erinnert mich daran, dass ich vielleicht besser schlafen sollte, um morgen fit zu sein. Ich kontrolliere ein letztes Mal meine (zurzeit verbaute) Einrichtung von zwei Wolldecken, zwei Pflocksäcken und drei Blachen. Ich betrachte den Mond, wie er hinter einer dunklen Wolke verschwindet, nur um später wieder zum Vorschein zu kommen, höre meinen grünen Freund im Gras rascheln und mache die Augen zu, denn morgen warten weitere Abenteuer mit Ronja Räubertochter und ihrer Bande …